Uta Majmudar – Glaskünstlerin – seit 2012 im Verein

Uta Majmudar - Glaskünstlerin
– seit 2012 im Verein

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In diesem Jahr konnte Uta Majmudar darauf zurück blicken, seit bereits 35 Jahren in eigener Werkstatt das spezielle Material Glas nach sehr eigenständigen Vorstellungen in künstlerische Form gebracht zu haben. Ihrem schöpferischen Geist genügte es nicht, nur herkömmliche Arbeitsweisen, die sie in ihrer Ausbildung in der Staatl. Glasfachschule Hadamar und im Studium an der Akademie für Gestaltende Handwerke Aachen erlernt hatte, anzuwenden. Mit der Ausdauer einer Forscherin hat sie neue Techniken erdacht, erprobt und perfektioniert. Ebenso hat sie es nicht dabei belassen, traditionell in der Glaskunst verwendete Grundstoffe umzuformen. Sie hat Papier, Folien, Gewebe und Metalle in ihre Objekte eingefügt und so überraschende Wirkungen erzeugt. Sozusagen als „Markenzeichen“ hat Uta Majmudar ein Verfahren entwickelt, bei dem sie den spröden Werkstoff Glas mit feinen Edelstahl- Litzen „umgarnt“ verbindet, damit dem Glas Beweglichkeit und zusätzliche Licht- und Farbeffekte ermöglicht und den Betrachtern hiermit ständig wechselnde Eindrücke vermittelt.

Belohnt wurde ihre Kreativität unter anderem mit der Verleihung des Staatspreises NRW im Jahr 2003 und durch weitere Preise und Anerkennungen in den vergangenen Jahren. Seit Beginn ihrer künstlerischen Aktivitäten hat Uta Majmudar an zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und Europa teilgenommen und auch in Japan,Indien und den USA ist sie bekannt. Ihre Werke findet man in vielen renommierten öffentlichen Sammlungen und in diesem Frühjahr zeigte das Glasmuseum Immenhausen bei Kassel eine große Retrospektive.

Eine besondere Verbundenheit mit ihrem Wohnort Haan ist durch die große Arbeit „Wasserfall“ entstanden, die seit Juni 2010 auf dem Alten Kirchplatz steht. Ein Jahr hat Frau Majmudar an neunzig je drei Meter langen Schnüren aus Edelstahl-Litze gestrickt, in die kleine Glaselemente unterschiedlichster Art eingearbeitet wurden. In sechs Metern Höhe an einer Stahlkonstruktion aufgehängt erwecken diese Schnüre den Eindruck eines funkelnden, belebenden Sommerregens, durch den die Sonne ständig neue Farben schickt.

Interessierte Menschen sind jederzeit in ihrem Atelier willkommen.

Text: Dieter Suhr / Foto: Lothar Schmeink